Schneeschuhwanderung zur Kuppelwieser Alm in Ulten

Rund 23 Kilometer von Lana entfernt liegt Kuppelwies, im urig-schönen Südtiroler Ultental. Hier, am Ende des Zoggler Stausees, eröffnete sich unserer Autorin Veronika ein wahres Kleinod, weit abseits von Hektik und Stress. Ein Wanderbericht für echte Genießer. Und alle, die es werden wollen.

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Gegen neun Uhr starteten wir an einem sonnigen Morgen in der schönen Kurstadt Meran an der Passer und fuhren über Lana nach Ulten, im westlichen Südtirol. Eine dreiviertel Stunde später erreichten wir die ehemalige Einfahrt vom Skigebiet Schwemmalm neben dem Zoggler Stausee in Kuppelwies und bogen rechts ein. Die Straße führt durch den Wald und nach ca. 7 km erreicht man den ehemaligen Parkplatz des Skigebiets. Von dort aus fährt man noch 5 Minuten weiter, immer auf der Straße, bis man zum Schild „Bar- Jausenstation Steinrast“ gelangt. Dort parkten wir auf 1.728 m Meereshöhe.

Mit den Schneeschuhen gingen wir zuerst querfeldein durch einen spärlichen Wald, überquerten ein eisiges Bächlein und folgten dann rechterhand der Spur den Berg schräg hinauf, wobei wir immer tiefer in das vor uns liegende Tal kamen.

Die Bäume wuchsen immer spärlicher und in der Sonne wurde uns immer wärmer. Plötzlich konnte man links, auf der anderen Talseite, die graue Betonwand des Stausees erblicken, die aus dem Fels ragte. Neben den verschneiten Bergen und dem blauen Himmel wirkte die Anlage alles andere als natürlich und schön. Doch wir wollten uns die Laune nicht verderben lassen, und blickten kategorisch nicht mehr in jene Richtung.

Nach ca. 1 Stunde erreichten wir eine Anhöhe. Die Erhöhung liegt auf der Sonnenseite und die milden Temperaturen und die Sonne hatten schon einen Teil vom Schnee weggeschmolzen, sodass ein paar graubraune Grashalme aus dem Schnee ragten. Das matschige Weiß ließ die Beine müde und schwer werden.

Mit letzter Kraft überquerten wir die Anhöhe und kamen zu einer alten Hütte, die früher einmal die Kuppelwieser Alm (1.970 m) gewesen war. Heue steht sie leer, eine große, neue, moderne Almhütte wurde ca. 10 Minuten Gehzeit weiter eröffnet, direkt unter dem Staudamm. Im Winter hat diese jedoch geschlossen, weshalb wir bei der alten Alm blieben und dort unsere Mittagspause einlegten. Aus der Hütte holten wir einige morsche Bänke und setzten uns in die Sonne, genossen die Wärme und das Brot.

Schließlich brachen wir wieder auf, wobei wir dieses Mal den Weg zur neuen Kuppelwieseralm nahmen und in einem Bogen darunter über den Forstweg wieder ins Tal hinunterstiegen. Diese Talseite lag bereits im Schatten, wirklich warm wurde uns daher beim Abstieg nicht.

Eine dreiviertel Stunde später erreichten wir wieder den Parkplatz. Dort gönnten wir uns auf der Terrasse der Jausenstation einen heißen Apfelglühmix und genossen die letzten Sonnenstrahlen. Als die Sonne schließlich hinter den Bergen verschwand, brachen auch wir auf…

Kurzbeschreibung:

Anfahrt: Meran – Lana – Ulten – Kuppelwies

Start: 5 Autominuten weiter vom ehemaliger Parkplatz des Skigebiets Schwemmalm in Kuppelwies (1.728 m)

Aufstieg: Parkplatz – Kuppelwieser Alm, ca. 1h

Konditionelle Anforderungen: kaum

Technische Anforderungen: keine

Autorin: Veronika

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