Es sind Plätze, um die sich Mythen ranken; Orte, denen man Magisches nachsagt; Kultstätten, die märchenhaft anmuten – im Südtiroler Jenesien, oberhalb von Bozen, liegt ein solcher Ort. Die Rede ist von den Stoanernen Mandln. Zu zweit haben sich unsere Autoren Barbara und Mirko aufgemacht, den steinernen Zeitgenossen am sonnenverwöhnten Hochplateau einen Besuch abzustatten.
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Wir sind heuer, bedingt der Schwangerschaft, nicht viel zum Wandern gekommen. Um aber doch unsere schöne Natur zu genießen, beschlossen wir über Jenesien bei Bozen zu den bekannten Stoanernen Mandln zu wandern.
Von Bozen kommend erreicht man den Startpunkt mit dem Auto über Jenesien zum kleinen Weiler Flaas. Dort angekommen folgt man zunächst noch Richtung Mölten und biegt dann nach ca. 1,2 km rechts zu den Fahrer Höfen ab. Nach 700 m sind die Höfe erreicht. Hier gilt es nun einen Parkplatz entlang des Weges zu finden, denn 100 m nach den Höfen beginnt mit einem links abzweigenden Traktorweg die Wanderroute. Von den Fahrer Höfen aus hat man gegen Süd-West hin einen tollen Blick auf Langfenn und die Kapelle St. Jakob.
Vom Parkplatz aus folgen wir einfach nur dem Traktorweg, welcher auch mit „Möltner Kaser“ ausgeschildert ist. Dieser Weg ist mit „Nr. 4“ oder „E 5“ gekennzeichnet und führt durch Wald und Almwiesen, was ihn sehr reizvoll macht. Er ist nie besonders steil und führt direkt bis zu der Jausestation „Möltner Kaser“. Hier lässt es sich in ruhiger Gesellschaft mit Schottischen Hochlandrindern wunderbar Picknicken oder man lässt sich in der Jausestation verköstigen.
Ab dem „Möltner Kaser“ folgt man dem Pfad hinauf zu den „Stoanernen Mandlen“. Dieser Weg ist etwas steiler aber nicht schwierig. Oberhalb des Waldes folgt ab 1.820 m eine Alm, wo in den Sommermonaten Rinder, Schafe und Pferde weiden. Man sieht von weiten bereits die aufgetürmten, teils Durchmesser starken Steinhaufen.
Das tolle am Besuch der Männchen ist, dass man die bestehenden Steinhaufen weiterbauen oder selbst einen errichten darf. Und so sahen wir kleine und große Kinder, die sehr kreativ und lange damit beschäftigt waren, Steine herumzutragen und zu neuen Steinmännchen aufzustapeln. Ob sie nun einst als Wegmarkierung oder zur Kennzeichnung religiöser Kultstätten dienten, das Interesse an den steinernen Gebilden ist auf jeden Fall nach wie vor groß. Vielleicht auch, weil sich um die Stoanernen Mandln – heute als so genannter “Kraftplatz” bekannt – reichlich Sagen und Legenden ranken. So sprechen vielerlei Erzählungen von geheimnisvollen Hexentreffen an den Steinhaufen…
Im Nachhinein können wir sagen, dass sich diese Wanderung hervorragend für eine Halbtagstour eignet – auch nach dem Mittagessen. Wir wissen jetzt auch, dass dieser Weg bis zur Jausestation „Möltner Kaser“ sehr familienfreundlich und mit einem Kinderwagen leicht zu meistern ist. Für uns bedeutet das, dass wir diesen Weg das nächste Mal zu dritt beschreiten werden…
Kurzbeschreibung:
Anfahrt: Bozen – Jenesien – Flaas (Fahrer Höfe)
Start: Flaas-Fahrer Höfe (1.560 m) bei den Fahrer Höfen. Parkmöglichkeiten entlang des Weges.
Ziel: Möltner Kaser (1.760 m) oder Stoanerne Mandln (2.000 m)
Aufstieg: von Flaas bis Möltner Kaser ca. 2 h / Möltner Kaser bis Stoanerne Mandln ca. 0,5 h
Abstieg: gleich wie Aufstieg, Stoanerne Mandln bis Parkplatz ca. 2 h
Konditionelle Anforderungen: sehr leicht und überaus lohnend
Technische Anforderungen: keine besonderen Anforderungen nötig
Autoren: Barbara & Mirko













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